Waikiki Tropenbad Bernau

Berliner Morgenpost 27. Januar 1999

Sinneswandel: Bernauer SPD spricht sich für Tropenbad aus

BM Bernau - Die SPD spricht sich nun doch für den Bau eines Spaßbads in Bernau aus. Erst vor kurzem hatten Berliner und Schweizer Investoren Pläne bekanntgegeben, in der zweitgrößten Barnimer Stadt ein "Waikiki-Tropenbad" mit überregionaler Anziehungskraft bauen zu wollen. Gegenüber diesem Vorhaben gibt es seitens der Bernauer SPD eine "eindeutig positive Haltung", betonte Fraktionschef Jürgen Althaus in einer gestern veröffentlichten Erklärung.

Noch in der Vorwoche hatten Vertreter der SPD das Projekt als zu groß, zu wuchtig und zudem am falschen Platz geplant kritisiert. Vize-Fraktionschef Eduard Otto befürchtete gar ein "Manhattan vor dem Bahnhof", da der Berliner Investor Peter Fritz das Spaßbad unmittelbar neben dem von ihm geführten Einkaufszentrum "Bahnhofspassage" errichten will.

Von den Bernauern wurde dagegen das Projekt überwiegend positiv aufgenommen, verfügt doch das inzwischen fast 25 000 Einwohner zählende Barnimer Mittelzentrum bislang über kein Hallenbad.

Die SPD räumt nunmehr ein, daß sowohl die Größe des Bades als auch dessen Standort betriebswirtschaftlich zu sehen seien. "Eine Verkleinerung und Standortänderung sind deshalb sorgfältig abzuwägen", so Fraktionschef Althaus. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, aktiv die Aufnahme Bernaus in die Bäderplanung des Landes zu betreiben. Dies ist Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln, was von den Investoren als unabdingbar für den Bau des Hallenbades angesehen wird. fü

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