Barbara Geisel, Highship Industries & Tycoon in Flensburg

Aufgedeckt: Plagiate auf highship-industries.com


Presseübersicht Barbara Geisel & Highship Industries in Flensburg


Flensburger Tageblatt 19. Januar 2013

Wir Erbsenzähler

Holger OHLSEN

Es sind schon fabelhafte Vehikel, diese Bodeneffektfahrzeuge. Während alle Welt noch darüber rätselt, wie sie wohl aussehen, wo sie gebaut, geschraubt, lackiert werden, sind sie schon längst unterwegs. Und zwar in der Zukunft. Wie schade, dass Frau Geisel, die charmante Promotorin dieses Investments, uns die nicht unerhebliche Information vorenthalten hat, dass ihre "Highships" nicht nur mit 300 Sachen übers Wasser flitzen, sondern auch durch die Zeit reisen können. In Kenntnis dieses geheimen Zusatznutzens schrumpft die erbärmliche Diskussion, die zur Zeit über das sagenhafte Highship-Unternehmen geführt wird, natürlich in Lichtschnelle auf die Größe kleinkarierter Erbsenzählerei.

Es ist ihr einfach rausgerutscht. Natürlich musste Frau Geisel die Zeitreisefähigkeit ihrer Mobile als top secret für sich behalten. Zu schnell ist ein koreanischer oder chinesischer Hersteller zur Stelle, der diese Idee kopiert und die Dinger selber baut. Das kennen wir ja schon von Rolex-Uhren und frühen Hyundais. Aber Barbara Geisel hat es nun doch aus Versehen selbst verifiziert. Sie hat sich 2010 für Flensburg entschieden, nachdem sie 2012 vom Wasser- und Schifffahrtsamt rotes Licht für eine Teststrecke auf der Ostsee bekommen hat. Sagt sie. Da kann es nicht mehr den geringsten vernünftigen Zweifel geben, wie sie sich bewegt hat. Na logo! In der Zeit natürlich, in einem ihrer fantastischen Bodenzeiteffektfahrzeuge, die wie angekündigt bereits seit 2012 bei uns am Harniskai gebaut sein worden werden und auf der Ostsee schon längst täglich übers Wasser gepflügt sein haben können.

Vor diesem Hintergrund verblasst alles, was uns Erbsenzählern im Zusammenhang mit Highship einfällt. Die Geiselschen Firmen im britischen Bristol sind lediglich im Jetzt Briefkästen mit halbjährlicher Leerung. Sie sind in Wirklichkeit Zeitkrümel eines gigantischen Imperiums, das von Flensburg aus geschaffen sein worden wird, und so erklärt sich schlussendlich auch, warum Frau Geisel in Flensburg nie vorbeischaut, obwohl doch der Hauptausschuss sie so gerne mal sprechen würde: Die Frau hat einfach keine Zeit. Sie ist in einem Bodenzeiteffektfahrzeug aus dem Highship-Fuhrpark unterwegs, das noch keines dieser bei Zeitreisen so praktischen Navigations-System serienmäßig an Bord hat (wird angeboten worden sein ab Baujahr 2090, ab GL-Ausstattung).

Also Flensburg. Glückwunsch zu dieser mutigen Ansiedlungspolitik! Und regelmäßig mal auf dem Konto Gewerbesteuer nachsehen. Könnte aus dem Nichts ein Riesenbetrag eingegangen werden sein. Alles eine Frage der Zeit.


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