Ferienresorts, Erlebnisbäder, Einkaufszentren - eine Millionen-Abzocke?

CampusBad Flensburg

Flensburger Tageblatt 24. März 2006

Standpunkt

Standortfrage

von Anja Werner

Ein marodes Hallenbad, dessen Betrieb den Schuldenberg der Stadt jährlich weiter erhöht, kann sich Flensburg wahrlich nicht mehr leisten. Ein neues Bad zwar öffentlich zu bezuschussen, aber von einem privaten Investor bauen und betreiben zu lassen, ist daher der einzig richtige Weg. Mit dem Campus haben Verwaltung und Politik dafür jetzt eine klare Standort-Priorität festgelegt. Für den Bau eines neuen, zum großen Teil von Schulen und Vereinen genutzten Hallenbads auf dem zentral gelegenen Hochschulgelände, spricht in der Tat viel. Doch entscheidend ist nicht die erste Wahl der Stadt, sondern die erste Wahl der Investoren. Zumindest die regionalen Bau-Unternehmer haben sich in einem von der Stadt initiierten, bisher einmaligen Schulterschluss für die Harniskaispitze als besten Hallenbad-Standort entschieden. Im Gegensatz zu Spaß-Thermen betritt die Privatwirtschaft mit dem Bau und Betrieb von öffentlichen Bädern Neuland. Sie wird sich für den wirtschaftlich attraktivsten Standort entscheiden müssen. Ob überregionale Investoren dabei zu einem anderen Ergebnis kommen als die heimischen, ist fraglich.


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