Fördeland Therme Glücksburg

Presse Fördeland Therme Glücksburg


Flensburger Tageblatt 20. 09. 2003

Campushalle als Vorbild fürs Spaßbad

Mit dem "Modell Campushalle" wollen die Stadt Glücksburg und der Kreis Schleswig-Flensburg das finanzielle Risiko beim Erlebnisbad minimieren

Glücksburg/Schleswig (om)

Am Donnerstagabend ist der Versuch gescheitert, die Umlandgemeinden finanziell stärker ins Boot zu holen und damit die Stadt Glücksburg beim Erlebnisbad zu entlasten. Nun ist offenbar eine andere Lösung in Sicht, um das 14-Millionen-Euro-Projekt doch noch zu retten. "Die Stadt Glücksburg bildet eine Besitzgesellschaft", erläuterte Peter Dietrich Henningsen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, gestern Abend nach der entscheidenden Fraktionssitzung das Konzept. Henningsen sieht gute Chancen, einen Anbieter für Planung, Bau und Betrieb des Bades zu finden. "Wir haben unsere Erfahrungen mit der Campushalle gemacht und können Glücksburg gut beraten." Das Land Schleswig-Holstein, das einer Förderung in Höhe von 7,5 Millionen Euro zugestimmt hatte, hat nach Auskunft von Henningsen auch bereits "ein starkes Interesse an dem neuen Modell signalisiert. Das Konzept hat den Vorteil, dass wir die finanziellen Risiken minimieren". Der Kreis bleibe damit aber - etwa bei einer Insolvenz des Betreibers - in der Verantwortung.

Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Ingo Degner sieht "keine andere Möglichkeit, die letzte große Infrastrukturmaßnahme in unserer Region zu verwirklichen". Die Bedeutung des Projektes rechtfertige, dass der Kreis ein finanzielles Risiko eingehe.

Glücksburgs Bürgermeister John Witt zeigte sich gestern Abend erleichtert: Einige Umlandgemeinden hätten sich zwar bereit erklärt, Glücksburg beim Betrieb des Bades unter die Arme zu greifen, aber von einer Lösung sei man weit entfernt gewesen. "Mit dem Erlebnisbad nach dem 'Modell Campushalle' gehen wir kein Risiko ein." Für Planung, Bau und Betrieb des Bades gebe es Interessenten.


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