Fördeland Therme Glücksburg

Presse Fördeland Therme Glücksburg


Flensburger Tageblatt 14. Februar 2007

Fördeland Therme lässt das Badewasser ein

Das neue Bad in Glücksburg ist fast fertig. Das Wasser kann in die Becken fließen. Sorgen bereiten Betreibern und Gemeinde Pläne für weitere Bäder in der Region. Sie fordern das Land auf, keine Fördergelder für Konkurrenzprojekte zu geben.

Glücksburg/wer

Heute wird geflutet! Mit dem Auffüllen des 25 Meter langen Sportbeckens geht der erste Komplex der Fördeland Therme in Glücksburg heute von der Bau- in die Testphase über. "Wir liegen voll im Plan. In der kommenden Woche heißt es auch in den anderen Becken: Wasser marsch!", sagt Betriebsleiter Hermann Roks. So fertig wie das hell gekachelte Sechs-Bahnen-Becken mit einem Hintergrund in Mexicana-Rot wirken allerdings noch nicht alle Bereiche der neuen touristischen Attraktion. "Wir werden aber ganz sicher bis zur Eröffnung fertig", versichert Bauleiter Achim Dassow, der derzeit die Regie über rund 100 Handwerker führt, die an sieben Tagen fast rund um die Uhr an der Fertigstellung des Bades mit großer Saunalandschaft arbeiten.

Am 29. März wird die gut 14 Millionen Euro teure Fördeland Therme öffnen, in die Fördergelder von mehr als sieben Millionen Euro investiert wurden. Einen Tag zuvor findet die große Eröffnungsfeier für geladene Gäste statt, zu denen auch Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen zählen wird. Dann wird auch ein symbolischer Schlüssel vom Berliner Generalunternehmer Bateg an den Investor Deyle übergeben, der das Bad wie in der Ausschreibung vorgesehen betreiben wird.

544 Spinde in den Umkleide-Kabinen markieren die maximale Zahl der Besucher, die sich im Erlebnisbad mit Riesenrutsche, Schwimm-, Spaß- und Kinderbecken im Innen- und Außenbereich sowie fünf Saunen gleichzeitig vergnügen können. Doch mit Blick auf die Pläne im Umland, bangt Bürgermeister John Witt bereits vor der Eröffnung um die erwarteten und kalkulierten 250 000 Besucher im Jahr. "Es gibt Zusagen der Landesregierung, dass in der Region neben Glücksburg keine weiteren Spaßbäder öffentlich gefördert werden. Die fortschreitende Planung der Therme in Schleswig kann ich deshalb in keinster Weise nachvollziehen", betont Witt. Denn mit Blick auf die beworbenen Zielgruppen gibt es für beide Projekte "große Überschneidungen". Von Schleswig oder gar Tarp würde wohl kaum jemand - wie geplant - nach Glücksburg fahren, wenn es auch in Schleswig eine Therme gibt. Das habe Witt dem Landrat bereits in aller Deutlichkeit mitgeteilt. "Dazu kommen ja noch die Bad-Planungen für Port Olpenitz", sagt Roks. Zusammen mit Witt appelliert er an die Landesregierung, einen "Bäder-Kanibalismus" zu verhindern, der in den neuen Bundesländern bereits zu ersten Insolvenzen geführt habe.

Doch derzeit stehe die Freude über den reibungslosen Bauverlauf, die bevorstehende Eröffnung und die Schaffung von knapp 30 festen Arbeitsplätzen im Vordergrund. Einmalig in der Region dürfte vor allem der Sauna-Bereich der Fördeland Therme sein. Großzügige Ausguss-, Dampf- und Kräuter-Sauna sowie zwei Ruheräume mit großem Whirlpool unter einer Glaskuppel - so lauten die Eckpfeiler des Innenbereichs. Dazu kommen noch zwei von Buchenwald und Sichtschutz eingerahmte Blockhaus-Saunen und ein Außenbecken. Ergänzt wird das Wohlfühl-Angebot noch vom neuen Wellness-Zentrum, das in einigen Monaten im benachbarten, ehemaligen Reha-Zentrum eröffnet. Dessen Fassade wird bis zur Eröffnung bereits passend zur neuen Therme verschönert worden sein - wie auch die nähere Umgebung. "Die Straße bekommt einen neuen Belag und neue Beleuchtung", sagt Witt. Auch die 500 Parkplätze sind fast fertig.


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