Fördeland Therme Glücksburg

Presse Fördeland Therme Glücksburg


Flensborg Avis 25.10.2008

Gemeinsames Konzept für Bäder angestrebt

Verhandlungen. Glücksburgs Stadtrat und Flensburgs Oberbürgermeister wollen gemeinsam das Überleben der Fördeland-Therme sichern.

FLENSBURG. Offiziell ist der Streit zwischen Flensburg und Glücksburg in Sachen Hallenbad-Neubau beigelegt. Beide Kommunen haben sich vorgenommen, die Dinge zu akzeptieren wie sie sind und konstruktiv zusammenzuarbeiten.

In diesem Licht sollen laut Stadtrat John Witt, der als ehemaliger Bürgermeister die Interessen der Stadt Glücksburg im Flensburger Rathaus vertritt, aktuelle Verhandlungen zwischen Flensburg und Glücksburg gesehen werden.

"Wir wollen ein gemeinsames Konzept für beide Bäder entwickeln, das allen Seiten gerecht wird", so Witt. Ein nächster Gesprächstermin ist für die kommende Woche angesetzt, teilnehmen werden unter anderem John Witt und Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner.

Mit dem Beschluss der Stadt Flensburg, ein neues Schwimmbad mit Wellness-Anteil zu bauen - wie sich jetzt zeigt, sogar größerer Sauna-Landschaft als in der Fördeland-Therme in Glücksburg - geriet die Kalkulation für das Glücksburger Bad in Schwierigkeiten.

"Unser Problem ist, dass wir den Betrieb Cent für Cent aus eigenen Einnahmen finanzieren müssen. Das Schwimmbad in Flensburg dagegen wird teilweise subventioniert", sagt der Glücksburg-Abgeordnete.

Der private Betreiber der Glücksburger Therme musste im vergangenen Jahr bereits die Besucher-Prognosen nach unten korrigieren. Die angepeilte Zahl von jährlich 260.000 Gästen wurde nach den Erfahrungen des ersten Betriebsjahres (2007) auf 200.000 herabgesetzt.

Doch auch in Flensburg wird zusätzlich zu den Besuchen von Vereinen und Schulen mit 200.000 zahlenden Gästen des neuen Schwimmbades gerechnet, die nicht nur aus der Fördestadt, sondern aus der gesamten Region kommen sollen. Eine Zielgruppe dabei: Wellness-Liebhaber.

"Sauna-Gäste verweilen länger und bringen so mehr Geld in die Schwimmbad-Kasse. Wir haben immer gesagt, dass ein reines Sportbad nicht zu finanzieren ist", erklärt Flensburgs Schwimmbad-Projektleiter Detlef Parthie. Ob es für die Rettung der Glücksburger Therme ausreicht, enger mit den Betreibern des Flensburger Schwimmbades zusammenzuarbeiten, bleibt abzuwarten.

Über den gemeinsamen Betrieb der beiden Schwimmbäder soll gesprochen werden, so Witt, sowie über gemeinsames Marketing und Personalführung. Auf diese Weise sollten "Synergieeffekte" ausgenutzt werden, sprich, es soll kein Geld von Flensburg nach Glücksburg fließen.

"Wir zahlen ja bereits die 1,5 Millionen für das neue Bad", sagt Rathaus-Sprecher Thomas Hansen.

Dirk Thöming


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