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Flensburger Tageblatt 21. Februar 2001

Partei will Internet-Seite räumen lassen

Klage der Bundes-SPD gegen Bad-Kritiker?

GLÜCKSBURG
(om)

Der Vorgang befindet sich mittlerweile in Berlin. Beim Bundesvorstand der SPD. "Ich hatte gehofft, dass die Abmahnung fruchtet und Herr Backen unsere Seite freiwillig räumt", erklärte Dr. Uwe Kötschau, Ortsvereinsvorsitzender der Glücksburger SPD. Doch das Ultimatum ist am Montagmittag verstrichen, ohne dass sich etwas getan hätte.

So ist unter der Internet-Adresse "www.spd-gluecksburg.de" immer noch von "Halb- und Unwahrheiten" im Zusammenhang mit den Spaßbad-Planungen im Ostseebad die Rede, und noch immer werden Bürgermeister Hans-Werner Petersen und SPD-Stadtvertreter angegriffen. Als Urheber gibt sich Reimer Backen von der "Bürgerinitiative für Glücksburg" zu erkennen, zu der sich die Kritiker der derzeitigen Planungen zusammengeschlossen haben.

"Wir sind als Ortsverein nicht klagebefugt. Nur der Bundesvorstand kann das gerichtliche Verfahren einleiten", erklärte Rechtsanwalt Kötschau die Hintergründe für das Einschalten der Bundes-Partei. Aus Berlin habe man ihm signalisiert, dass dies kein Einzelfall sei. "Die wollen ein aufs Internet spezialisiertes Anwaltsbüro einschalten - dann kommen aber auch Kosten", warnt Kötschau. Darüber werde Reimer Backen am heutigen Mittwoch schriftlich unterrichtet. "Wenn er den Text rausnimmt und die Adresse freigibt, teile ich das Berlin sofort mit", lässt er dem Bad-Kritiker noch ein Hintertürchen offen.

"Ich halte die Forderungen mit einem Ultimatum für überzogen", erklärte Reimer Backen. "Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, welche Domäne ich mir sichern darf und welche nicht." Da ihm aber nichts an einem Dauerstreit mit der SPD liege, wolle er heute versuchen, sich gütlich zu einigen. Wenn das gelinge, werde er die Seite räumen. Sein Ziel habe er mit der Aktion erreicht: "Ich konnte zeigen, dass die SPD geschlafen hat. Und zwar sowohl bei der Internet-Domäne als auch bei der Auswahl des Erlebnisbad-Planers."

Egal, wie der Streit ausgeht, eine Konsequenz hat die Glücksburger SPD jedenfalls daraus gezogen: Sie will so schnell wie möglich die eigene Seite im Internet reservieren, um sie zu gestalten - dieses Mal aber nach eigenen Vorstellungen.


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