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Flensburger Tageblatt 10.03.2000

Unmut über Parkplatz-Vorschläge am geplanten Erlebnisbad

Parkdeck für "Waikiki"-Gäste?

Dass die künftige Parkplatz-Situation am geplanten Erlebnisbad alles andere als klar ist, wurde auf der jüngsten Sitzung des Glücksburger Bauausschusses deutlich. Eine mögliche, aus ökologischer Sichtsogar empfehlenswerte Variante sieht ein dreigeschossiges Parkdeck auf dem Busparkplatz Philosophenweg vor. Der Vorschlag stößt bei Anwohnern auf wenig Gegenliebe.

GLÜCKSBURG

(om)

Anwohner und zumindest einige Bauausschuss-Mitglieder staunten nicht schlecht, als Landschaftsplaner Schröder verschiedene Parkplatz-Variantenfür das künftige Spaßbad vorstellte: Von einem dreigeschossigen Parkdeck auf dem Busparkplatz am Philosophenweg war die Rede, von einem Parkdeck im Waldstück gegenüber und sogar von einer Tiefgarage unter dem "Waikiki".

Umweltministerium und Untere Naturschutzbehörde hatten die Prüfungverschiedener Varianten gefordert.

Dabei ging der Landschaftsplaner Schröder auf Versiegelungsumfang und Ausgleichsbedarf, auf Waldverlust und die zu erwartende Veränderung des Gelände-Klima der verschiedenen Alternativen ein. Sein Fazit:

Aus ökologischer Sicht wäre ein mehrgeschossiges Parkdeckauf dem Busparkplatz am Philosophenweg oder aber eine Tiefgarage unter dem neuen Erlebnisbad zu empfehlen; wobei geprüft werden müsste, ob Parkplätze unter dem Bad technisch und wirtschaftlich überhaupt möglich wären. ,,Auch ein Parkdeck am Philosophenweg wäre nicht unproblematisch - das würde den Anwohnern die Sicht nehmen", sagte Schröder. Außer Belangen des Naturschutzes müssten eben auch die Auswirkungen auf Ortsbild und Anlieger berücksichtigt werden.

Aus den Reihen der knapp 30 Einwohner waren immer wieder deutliche Unmutsäußerungen zu hören: Nicht nur die Sicht wäre versperrt, auch die Lärmbelastung wäre deutlich höher als bei einem ebenerdigen Parkplatz. Damit wäre auch das Schallgutachten hinfällig.

Es folgte aber weder eine Diskussion noch eine Abstimmung: ,,Wir haben die ausgearbeiteten Varianten heute abend erstmals auf dem Tisch", erklärte Bauausschuss-Vorsitzender Klaus-Dieter Schmidt (SPD). ,,Damit müssen wir uns nun erstmal beschäftigen."

Und Bürgermeister Hans-Werner Petersen betonte, dass es sich bei der Parkdeck-Lösung nur um eine von mehreren möglichen Alternativen handele. Deutlicher wurde Ausschuss-Mitglied Yvonne Weißenburg (CDU): ,,Ich möchte für unsere Fraktion betonen, dass an ein Parkdeck nicht im Ansatz gedacht ist."

Die Entscheidung über die Varianten fällt am Dienstag, 14.März, ab 19 Uhr in der Stadtvertretersitzung.


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