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Flensburger Tageblatt 18. September 1999

SPD will an "Waikiki"-Planung festhalten

"Spaßbad nicht ohne Investoren"

GLÜCKSBURG

(nett)

Empörung beim Treffen des SPD-Ortsvereines in Glücksburg am Donnerstagabend. Die Äußerung von Bürgermeister Hans-Werner Petersen zum Thema "Waikiki" - die Stadt würde selbst Bauherr eines Spaßbades, sollten sich keine privaten Investoren finden - schlug ein: "Vielleicht hat Petersen ja für die Stadt im Lotto gespielt und gewonnen," meinte Günter Bude. Der SPD-Fraktionsvorsitzende: Nicht einmal eine finanzielle Beteiligung der Stadt am Bau sei möglich. "Die Kassen sind leer."

Bude stimmte Bürgermeister Petersen aber grundsätzlich zu: "Wie auch immer - wir brauchen ein Bad." Glücksburg müsse für den Tourismus attraktiv bleiben. Wer an der Förde Urlaub mache, der wolle auch bei norddeutschem "Schietwetter" Badespaß erleben. Das alte Hallenbad könne diesen Zweck nicht erfüllen. Deswegen müsse entweder saniert oder neu gebaut werden. Nur - eine Bau-Finanzierung durch die Stadt sei unmöglich. Schon die Sanierung des alten Hallenbades für rund sechs Millionen Mark sei kaum zu leisten. Der Neubau eines Bades ohne private Investoren sei undenkbar.

Bude verwies auf die bestehende Planung mit der Firma "Aqua Planet". Nach Auskunft des Projektmanagers K.-D. Schnell von der Hamburger Firma "Medico-PIan" gebe es für dieses rund 40 Millionen Mark teure Projekt Investoren. Bude verteidigte das Konzept gegen Bedenken aus eigenen Reihen: Es sei fraglich, ob der Wirtschaftlichkeitsbericht der "Aqua Planet realistisch sei, hieß es. Der Bericht gehe von 620000 Menschen aus, die im Einzugsgebiet erreicht würden. "Aqua Planet" rechne mit täglich 1500 Badegästen. Demgegenüber habe das alte Meerwasserwellenbad - damals ein touristischer Renner - nach seiner Eröffnung zu Spitzenzeiten 1300 Besuche gehabt. Zu bedenken sei auch, daß gegen die Betreiberfirma des "Waikiki"-Bades in Zeulenroda Thüringen inzwischen der Staatsanwalt ermittele.

Budes Erwiderung auf die angemeldeten Zweifel: "Der Wirtschaftlichkeitsplan wird von den möglichen Investoren intensiv geprüft werden. Solange wir hierüber keine Klarheit haben, müssen wir uns fragen, was in Glücksburg machbar ist. Das vorgeschlagene Konzept wäre es."

Inzwischen ist die Änderung des Flächennutzungs-und des Bebauungsplanes weiter vorangeschritten, teilte der Bauausschußvorsitzende Klaus-Dieter Schmidt mit. Man habe sich darauf geeinigt, auf dem Gelände des dem Bad gegenüberliegenden Fichtenbestandes einen grünen Parkplatz entstehen zu lassen."Wir werden so viele Bäume wie möglich erhalten und den Platz der Geländeform anpassen", erläuterte Schmidt. Die neue Planung werde in der nächsten Bauausschuß-Sitzung vorgestellt An dieser werde auch festgehalten, wenn das "Waikiki"-Projekt scheitern sollte.


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