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Flensburger Tageblatt 19.06.2002

Spaßbad vor dem Aus?

Fassungslosigkeit in der Region: Über eine Förderung des Glücksburger Spaßbades wird frühestens im November entschieden, hieß es gestern lapidar aus dem Kieler Wirtschaftsministerium. Vollkommen unverständlich vor dem Hintergrund, dass Glücksburg alle -durchaus sinnvollen- Kieler Auflagen erfüllte. So holte Bürgermeister John Witt die gesamte Region mit ins Boot, um die erwarteten Defizite auffangen zu können. Auch Nachbesserungen an einer Machbarkeits-Studie, die dem Projekt gute Chancen einräumten, machten Tourismus-Ministerin Ingrid Franzen zu einer Unterstützerin des Glücksburger Erlebnisbades. Doch am Wirtschaftsministerium kommt keiner vorbei. Da hilft auch das Argument nicht, dass in den letzten Jahren lediglich fünf Prozent des Budgets für touristische Infrastruktur in die Region flossen. Eine klare Benachteiligung etwa gegenüber Lübeck/Ostholstein (38 Prozent). Nun geht weitere wertvolle Zeit verloren. Die Chancen für das Spaßbad schwinden: Mit der Verschlechterung der Finanzsituation im Lande werden ganz sicher auch die Förderquoten weiter sinken.

Ole Michel

Bericht Seite 17
Nein zum Spaßbad: "Ein politischer Skandal"

Glücksburg

om

Die Verwirklichung des Glücksburger Spaßbades wird sich zumindest verzögern. Die Nachricht aus Kiel, dass frühestens im November über das Projekt entschieden wird, stieß gestern auf Fassungslosigkeit in der Region.

Mit großer Spannung wartete die Region auf den 20. Juni: Dann sollte in Kiel über das geplante Spaßbad in Glücksburg entschieden werden. Zwar steht das Tourismus-Ministerium hinter dem Projekt, doch aus dem Wirtschaftsministerium kam gestern die lapidare Nachricht: "Das Projekt ist nicht entscheidungsreif. Es sind noch finanzielle Fragen zu klären", so Ministeriums-Sprecherin Martina Oppermann. Die interministerielle Arbeitsgruppe, die über die Förderung des Projektes entscheidet, tritt erst am 7. November wieder zusammen.

Glücksburgs Bürgermeister John Witt reagierte fassungslos auf die Nachricht aus Kiel: "Das ist ein politischer Skandal. Wir haben alle Vorgaben aus Kiel erfüllt", ärgerte sich Witt. "Die gesamte Region, die in dieser Frage an einem Strang zieht, wartet auf eine Entscheidung über die Förderung." In einem halben Jahr werde die finanzielle Situation eher schlechter aussehen.

Völliges Unverständnis auch bei Manfred Bühring, Leiter der Geschäftsstelle für das Regionalprogramm: "In einem einmaligen Projekt hat sich die gesamte Region zusammengetan, um Glücksburg bei den Defiziten unter die Arme zu greifen." Die Machbarkeitsstudie eines namhaften Büros bescheinige dem Vorhaben gute Aussichten, das Tourismus-Ministerium sei dem gefolgt. Maßlos enttäuscht zeigte sich Bühring vom "mauernden Wirtschaftsministerium, das in der Vergangenheit immer darauf drängte, förderungswürdige Projekte vorzuweisen". Lediglich fünf Prozent des Budgets für touristische Infrastruktur sei in die Region Flensburg / Kreis Schleswig-Flensburg geflossen, nach Bühring eine klare Benachteiligung gegenüber anderen Regionen im Lande. Auch er sieht die Chancen für die Verwirklichung des Bades durch die Zeitverzögerung schwinden.

Dass sich das Baurecht für das Erlebnisbad in Glücksburg verzögert, gerät vor diesem Hintergrund fast zur Nebensache. Der Grund: Die Umweltverträglichkeits-Prüfung ist nicht vom neuesten Planungsstand ausgegangen. Der sieht vor, den Busparkplatz am Philosophenweg zu begrünen und stattdessen zusätzliche 25 Parkplätze für Autos und sieben für Busse im Waldstück gegenüber dem Wellenbad einzurichten. Kristina Franke vom Glücksburger Bauamt rechnet nun erst gegen Ende des Jahres mit einem Baurecht für das Bad. Eine Zeitverzögerung, die nach der Kieler Entscheidung nicht wirklich von Bedeutung ist.


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