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Flensburger Tageblatt vom 13. 11. 2001

Agitalis verlangt Entscheidung über Gesundheitszentrum heute im Hauptausschuss

Ultimatum für Glücksburg

Die Firma Deyle ist mit Plänen für ein Erlebnisbad in Glücksburg aufgetaucht - und schlägt Wellen. Agitalis-Vorstand Michael Klinzmann droht nun, das Angebot zurückzuziehen, zusammen mit der Damp-AG ein Gesundheitszentrum zu betreiben. Er fordert eine sofortige Entscheidung.

GLÜCKSBURG
(oje)

Die Firma Agitalis droht, sich von ihren Plänen für ein Gesundheitszentrnm in Glücksburg zu verabschieden, weil die Stadt Gespräche mit der süddeutschen Deyle-Gruppe über ein Erlebnisbad führt. "Voraussetzung für unser Engagement war, dass wir nicht als Bewerber in Konkurrenz mit anderen treten müssen", sagte Agitalis-Vorstand Michael Klinzmann gegenüber dem Tageblatt.

In der vergangenen Woche hatte die Firma Deyle ihre Erlebnisbad-Pläne für das Gelände des bestehenden Meerwasser-Wellenbades vorgestellt. Bürgermeister John Witt und einige Ausschussmitglieder zeigten sich von der Präsentation "beeindruckt".

"Die Stadt Glücksburg ist auf uns zugekommen, nicht umgekebrt." Man habe das Projekt Gesundheitszentrum zusammen mit der Damp-AG in Angriff genommen, "obwohl es nicht in unsere Kernkompetenz fällt". Das Angebot einer anderen Gemeinde, dort ein Gesundheitszentrum zu errichten, habe man abgelehnt. "Wir waren uns einig, wir haben sogar schon ein Internet-Portal, das wir der Öffenflichkeit vorstellen wollten." Zögern gefährde die Fördermittel. Dass die Stadt Glücksburg jetzt mit einem zweiten Anbieter verhandele, bezeichnete Klinzmann als Vertrauensbruch.

Bürgermeister Witt erklärte, die Vereinbarung sei noch in der Amtszeit seines Vorgängers getroffen worden, ihm selbst sei sie nicht bewusst gewesen. Klinzmann erwartet nun, dass der Hauptausschuss in seiner nichtöffentlichen Sitzung heute Abend eine Vorentscheidung trifft. "Andernfalls ist es sehr gut möghch, dass wir uns zurückziehen." Witt schließt nicht aus, dass der Hauptausschuss heute eine Empfehlung abgibt, für welche der beiden Varianten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll.

Geplant war offenbar ein langsameres Tempo. Auf der Tagesordnung der Stadtvertretung am nächsten Dienstag steht das Thema bisher nicht. Außerdem soll die Firma Deyle ihr Konzept auf einer Einwohnerversammlung Ende des Monats vorstellen. "Das müsste man wohl sinnvollerweise absagen, wenn die Entscheidung vorher fällt", sagt Witt. Er rechne aber weiterhiin damit, dass Agitalis auch dann dabei bleibe, wenn der Hauptausschuss sich heute nicht festlegt.


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