Keitum Therme

Presse Keitum Therme, Sylt-Ost (Planung: Uwe Deyle)


Quelle: Sylter Rundschau 29. Januar 2005

Auch ohne Fördermittel: Sylt-Ost will die Therme

Die Gemeinde Sylt-Ost will den Ort Keitum trotz der nicht zu erwartenden Fördermittel zum Thermal-Standort ausbauen. Der etwa zehn Millionen Euro teure Bau eines Thermalbades soll nun durch den Verkauf der angrenzenden Arena an den Betreiber eines Thermal-Hotels mitfinanziert werden.

Keitum
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Aufbruchstimmung in der Sylt-Oster Gemeindevertretung: Einstimmig haben sich die Kommunalpolitiker am Donnerstag dafür ausgesprochen, die Pläne für die Keitum-Therme auch ohne die kaum noch zu erwartenden Fördermittel des Landes mit Nachdruck weiterzuverfolgen. "Mit der Profilierung Keitums als Thermal-Standort schaffen wir nicht nur ein einzigartiges touristisches Angebot für den Ort, sondern für die ganze Insel", betonte der Kurauschussvorsitzende Claas-Erik Johannsen, zugleich Vorsitzender des Sylter Hotel- und Gaststättenverbandes.

Realisiert werden soll das etwa zehn Millionen Euro teure Thermalbad als Nachfolgelösung für das aufgegebene Freibad nun unter anderem durch eine Erhöhung des gemeindlichen Eigenanteils. Dafür ist es jedoch notwendig, auch das angrenzende Arena-Gelände zu verkaufen. Nach Schätzung eines beauftragten Planers würde das 3 830 Quadratmeter große Grundstück angesichts der 1a-Lage einen Verkaufserlös von etwa 4,7 Millionen Euro bringen, die als Investitionskostenzuschuss für die privat betriebene Therme mit dem von der Gemeinde geforderten saisonalen Freibad zur Verfügung stünden.

Gedacht ist derzeit an ein exklusives Hotel der Kategorie 4 Sterne superior mit 50 Einheiten, dessen Gäste über eine feste Verbindung die Therme mit ihrem Spa-Angebot nutzen können. Für diese Nutzung (bis zu 30 000 zusätzliche Thermen-Besucher pro Jahr) zahlt der Hotelbetreiber der Therme einen jährlichen Fix-Betrag, der zu einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit beitragen soll.

Die Gesamtkosten für das Hotel (inklusive Tiefgarage) werden mit etwa 13 Millionen Euro veranschlagt. Gebaut werden soll es möglichst über eine private Eigentümergemeinschaft, als Betreiber schlägt der Planer einen auf Sylt etablierten Spitzen-Hotelier vor oder, wie beim Söl'ring Hof, einen exklusiven Management-Vertrag mit einer Luxushotel-Gruppe.

Um die Planungen angesichts eines Realisierungszeitraumes von etwa drei Jahren schnellstmöglich voranzubringen, hat die Gemeindevertretung zudem die Bereitstellung von 150 000 Euro im Wirtschaftsplan der Kurverwaltung für die Vorplanungen beschlossen. Zudem soll bei der weiteren Konkretisierung der Thermalbad- und Hotelpläne die Option offen gehalten werden, einen Teilbereich des Kliff-Parkplatzes mit einzubeziehen.

Entgegen bisheriger Pläne wird dieser jedoch nicht mehr komplett verkauft, um den gemeindlichen Eigenanteil für die Therme aufzubringen. Zur Lösung des Parkplatzproblems sollen mehrere Optionen einbezogen werden, zu denen auch Parkplätze auf dem Mülheim-Gelände sowie hinter dem Friesensaal gehören.


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