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Keitum Therme

Presse Keitum Therme, Sylt-Ost (Planung: Uwe Deyle)


Quelle: Sylter Rundschau 06.07.2007

Bewegung auf allen Keitumer Baustellen

Bauarbeiten dauern meistens länger, als geplant. Das weiß jeder, der nur mal ein Zimmer renoviert hat. Auch auf den Baustellen in Keitum ist das so - allerdings werden die Verzögerungen beim Thermenbau ins Geld gehen. Ein Zwischenstand.

Keitum
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rik

- Ende Juni sollten die neue Einfahrt ins grüne Herz der Insel und die Sanierung eines Teils der Keitumer Hauptstraße fertig sein. Fertig? Nein, aber nutzbar.

Laut Manfred Schmidt, beim Amt Landschaft Sylt verantwortlich für den Straßenbau, habe man stets von Nutzbarkeit, nicht von Fertigstellung gesprochen. Und nutzbar sei der Gurtstig zwischen der Straße am Feuerwehrmuseum und der Einmündung der C.-P.-Hansen-Allee seit dem späten Mittwochnachmittag. Auch wenn die Straße gestern Nachmittag nach wie vor für den Durchgangsverkehr gesperrt und mit dem Hinweis "Anlieger frei bis zur Baustelle" versehen war.

Unabhängig davon haben sich die Anlieger, so Schmidt, am vergangenen Donnerstag dafür entschieden, dass die Bauarbeiten auch zwischen C.-P.-Hansen-Allee und Ingiwai direkt fortgesetzt werden sollen. "Eigentlich wollten wir mit Rücksicht auf die Hauptsaison erst im Herbst weitermachen, aber wenn die Anlieger kein Problem damit haben, kann es natürlich auch direkt weitergehen", freut sich der Mann vom Bauamt.

Ein paar hundert Meter weiter, auf dem Grundstück des ehemaligen Schwimmbads, wird nach viermonatigem Stillstand seit Ende Juni wieder an der neuen Therme gearbeitet. Auskunft dazu erhält man nur von Sylt-Osts amtierendem Bürgermeister Christoph Schmatloch - und von Investor Uwe Deyle.

Während beim Kreis Nordfriesland nach wie vor die Statikprüfungen laufen ("Dieses Projekt ist eben kein Einfamilienhaus"), sieht Deyle sein Unternehmen und die Gemeinde "auf gutem Wege" was eine Einigung über die Kostenverteilung für den Stillstand angeht. Weil sowohl Gemeinde als auch Investor die Verantwortung für die Verzögerungen von sich gewiesen und den jeweils anderen beschuldigt hatten, werden sich die Parteien jetzt vor einem Schiedsgericht wiedersehen. Das sei, so erklärt Schmatloch gestern, eine der drei Möglichkeiten, die vertraglich für den Fall vorgesehen seien, dass es zu Meinungsverschiedenheiten kommt. In Kürze würde die erste Anhörung stattfinden und dann müsse die Seite, die finanzielle Forderungen habe, auch die entsprechenden Summen benennen.

Bisher stehen diese aber ebenso wenig fest, wie der neue Eröffnungstermin der Therme. Dazu sagt Deyle: "Wir sind gerade dabei, ihn zu ermitteln."

Im Vergleich zu diesen Verzögerungen ist es natürlich harmlos, dass sich die Nutzbarkeit des neuen Kreisverkehrs von Ende Juni auf das Ende dieser Woche verschoben hat. Das läge, so Bauamts-Mitarbeiter Schmidt, an dem besonders schlechten Wetter und dem Sturm, der in den letzten Juni-Tagen die Asphaltierung behindert habe.

Nach der nunmehr erfolgenden Freigabe des Kreisverkehrs würden sich die Anschlussarbeiten an die alten Straßen noch bis zur offiziellen Abnahme in der 34. Kalenderwoche, das heißt zwischen dem 20. und 26. August, hinziehen.


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