Keitum Therme

Presse Keitum Therme, Sylt-Ost (Planung: Uwe Deyle)


Quelle: Sylter Rundschau 12.09.2006

Fünf Fragen zur Keitum Therme

Keitum
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gudo

- Am vergangenen Mittwoch wurden die Verträge für die Keitum Therme auf dem Gelände des ehemaligen Meerwasserfreibades unterschrieben (wir berichteten). Wir geben an dieser Stelle erste Antworten auf häufig gestellte Fragen. Fortsetzung in der morgigen Ausgabe.

Wie viele Besucher muss die Keitum-Therme haben, um wirtschaftlich betrieben werden zu können?

Die Prognose der jährlichen Besucherzahlen für Therme, Gesundheitszentrum und Sauna ist nunmehr auf 120 000 festgelegt worden (plus 30 000 fürs Schwimmbad). Eine Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (DWIF) war zuvor von der Zahl 191 000 (+/- 20 Prozent, ohne Bad) ausgegangen. Der Mitbewerber der Deyle-Gruppe kalkulierte gar mit 170 000 Besuchern.

Das alte Freibad hatte einen jährlichen Unterschuss zwischen 180 000 bis 230 000 Euro erwirtschaftet. Wird das neue Schwimmbad kostendeckend arbeiten können?

Nein. Dies wird laut Uwe Deyle nicht möglich sein. Das zu erwartende Defizit soll durch den Betrieb der Therme/Sauna teilweise aufgefangen werden. Überdies zahlt die Gemeinde ein jährliches Nutzungsentgelt in Höhe von 185 000 Euro. Zusätzlich wurde eine feste Instandhaltungsrücklage angelegt.

Hat die Gemeinde Einfluss auf das Baugeschehen?

Während der Bauphase wird ein baubegleitender Architekt der Gemeinde hinzugezogen, der wöchentlich den Fortgang und die Qualität der Arbeiten beurteilt. Dieses Besichtigungsrecht ist im Erbbaurechtsvertrag auch für den späteren Betrieb vereinbart worden. Vertreter der Gemeinde werden bei jeder Baubesprechung dabei sein.

Wer wird als Generalunternehmer eingesetzt?

Die Bauunternehmung Müller-Altvatter GmbH aus Stuttgart. Laut Dr.-Ing. Markus Koch, Leiter Investorenprojekte, werde man die Vorlaufzeit intensiv nutzen, um Subunternehmer zu finden. Der Bauantrag wird demnächst eingereicht. Die Abbrucharbeiten beginnen am 15. Januar. Dr. Koch. "Dies ist nicht unser erstes Projekt dieser Größenordnung." Er will die Therme fristgerecht zum April 2008 fertig stellen.

Welche Lärm- und Verkehrsbelästigung steht dem Ort beim Abbruch bevor?

Hierzu müssen noch Beschlüsse gefasst werden. Am liebsten würde die Verwaltung die Schredderanlage am östlichen Ortsrand platzieren. Der Transport des Abbruch- wie auch Baumaterials würde dann über Tipkenhoog bzw. Ingiwai abgewickelt und müsste nicht durch den Ort führen. Es wird auch eine Zuwegung über den Wirtschaftsweg vom Bahnübergang Archsum zur Baustelle überprüft. Diese könnte später als touristische Trasse für Fahrradfahrer, Skater und Walker genutzt werden. Die Baustellenzufahrt ist endgültig aber noch nicht geklärt. Schwerlastverkehr durch Keitum kann generell nicht vermieden werden.


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