Keitum Therme

Presse Keitum Therme, Sylt-Ost (Planung: Uwe Deyle)


Quelle: Sylter Rundschau 11.05.2010

Sachverständiger prüft Wert des Thermen-Grundstücks

Keitum

Drei Monate, nachdem das brach liegende Thermen-Grundstück per Schiedsgerichtsspruch von der durch Uwe Deyle geführten Betriebsgesellschaft in den Besitz der Gemeinde Sylt übergegangen ist, hat jetzt in Keitum die intensive Ist-Analyse des Rohbaus begonnen. Seit einer Woche prüft und bewertet ein Sachverständiger im Auftrag der Gemeinde die Baustelle, hat dafür in unmittelbarer Nähe des Grundstücks sogar ein Büro bezogen. "Ich bin mit ihm bereits in der vergangenen Woche über das Areal gelaufen", erzählt Bürgermeisterin Petra Reiber, "dass hier nicht akkurat gebaut wurde, ist selbst für einen Laien offensichtlich."

Unterdessen hat die Kurt Zech GmbH, die den Rohbau der Keitum Therme in Nachfolge der BAM Deutschland AG erstellt hatte, die Insolvenz der Projektgesellschaft beantragt, wie aus einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung von Deyle hervorgeht. Zum Hintergrund: Während die BAM Deutschland von der Gemeinde erhebliche Vorauszahlungen erhalten hatte, konnte die Projektgesellschaft die von Zech erbrachten Leistungen zu einem Großteil nicht mehr bezahlen. Mithilfe eines Insolvenzverwalters will Zech nun die Rückforderungen der Gemeinde Sylt durchsetzten, um somit die eigene Bezahlung sicher zu stellen. Laut Reiber kein Grund zur Beunruhigung: "Die Verträge mit der Betriebs KG sind vom Schiedsgericht als nichtig festgestellt worden. Daher bleiben wir in jedem Fall im Besitz der Baustelle. Letztendlich wird ein Insolvenzverwalter nichts anderes machen, als einen Schadensersatzprozess gegen die ausführenden Baufirmen zu führen. Die Gemeinde Sylt wäre dann einer der Gläubiger."

mst


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