Tropenbad Waikiki Zeulenroda

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Staatsanwalt ermittelt gegen CDU-Bürgermeister

Tropenspaßbad "Waikiki" stinkt nach Korruption

Von Martina Meckelein

Zeulenroda - Der Waikiki Skandal: CDU-Bürgermeister Frank Steinwachs (47) steht das Wasser bis zum Hals, denn bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen wird die Akte 355 Js 50798/ 98 immer fetter.

Verdacht: Untreue und Korruption!

1994 kassierte die Stadt Zeulenroda 15 Millionen Mark von Land und EU für ihr Tropenbad "Waikiki".

Bedingung: Alle Gewinne des Spaßbades müssen in der Region investiert werden.

Die Praxis: Das schöne Geld fließt in die Schweiz

Denn Steinwachs hat dort eine gewisse Claudia André zur Chefin der "Betriebsgesellschaft Wasserfreizeitanlagen Zeulenroda mbH" gemacht. Die Dame lebt in Lugano. Mit 20 000 Mark Beraterhonorar und 3000 Mark Spesenpauschale im Monat.

Madame Claudia wiederum schließt 1997 einen Beratungs- und Betreuungsvertrag mit "Aqua-Planet". Praktisch: Auch diese Firma hat ihren Sitz in Lugano - und Madame ist ihre Chefin.

In den ersten fünf Monaten kassiert "Aqua-Planet" bereits 154 414 Mark und 39 Pfennig aus Zeulenroda. In zwei Jahren sind vermutlich Millionen geflossen. Aber wo ist das Geld nur geblieben? Das Landeskriminalamt fahndet jetzt nach Steinwachs Konten in der Schweiz.

Kluger Mann baut vor: Bereits 1996 ließ der Bürgermeister einen Vertrag entwerfen, durch den er nach seiner Bürgermeister-Zeit Geschäftsführer im "Waikiki" werden sollte. Für 150 000 Mark im Jahr.

Was sagt er selbst dazu? Er streitet alles ab.