Tropenbad Waikiki Zeulenroda

Frankenpost 15.06.1999

Zeulenroda: Hat Bürgermeister Geld veruntreut?

ZEULENRODA. - Am Spaßbad Waikiki in Zeulenroda hat CDU-Bürgermeister Frank Steinwachs vermutlich besondere Freude.

Er steht unter dem Verdacht, Gelder veruntreut zu haben. Dazu ermittelt die in Thüringen auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft in Mühlhausen. Der 47jährige hatte 1994 rund 15 Millionen Mark Fördergelder aus der EU und vom Land Thüringen erhalten, mit der Maßgabe, daß die im Spaßbad erwirtschafteten Gewinne in die Region fließen.

Doch dieses Versprechen wurde nicht eingehalten.

Das verdiente Geld wird hingegen in der Schweiz vermutet, bei einer Scheinfirma namens Aqua-Planet. Rund 150000 Mark sollen in diese Beratungsfirma, die seit 1997 fürs Waikiki arbeitet, in den ersten fünf Monaten geflossen sein. In zwei Jahren ergäbe das hochgerechnet eine Million Mark.

Das Landeskriminalamt in Thüringen fahndet jetzt nach Konten von Bürgermeister Steinwachs in der Schweiz.