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Quelle: Nordbayerische Nachrichten 30. September 2000

Stadtrat: Debatte um Erlebnisbad

Bäder: "Höchste Eile ist geboten"

Der OB bittet um "Realitätssinn"

Weiteres Gespräch mit Privatem

VON ULRICH GRASER

FORCHHEIM - "Es ist allerhöchste Eile geboten", meinte Siegfried Schubert. Der SPD-Stadtrat erinnerte in der jüngsten Sitzung des Gremiums daran, dass sowohl Hallen- als auch Freibad nicht mehr lange mitmachen werden. Ständige Reparaturen, dringender Sanierungsbedarf - Schubert bat den Oberbürgermeister darum, die Weichen für eine Entscheidung zu stellen.

Franz Stumpf nickte. Dass etwas geschehen muss, gab er zu. Doch ihm wird Angst und Bange, wenn er an die Kosten denkt. Die reine Sanierung des Freibades kostet schon einige Milliönchen. Zuschüsse gibt es dafür nicht. Und ein Ganzjahresbad kommt um einiges teurer, die Zuschusslage ist nach wie vor ungeklärt. Dazu die anderen Investitionen, die den Haushalt fordern: Kaiserpfalz, Marktplatz, Zentraler Omnibusbahnhof, Steg über den RMD-Kanal. Stumpf bat flehentlich darum, "Realitätssinn einkehren zu lassen".

"Wir arbeiten dran"

Die Realität sieht aus Sicht des FGL-Stadtrates Gerhard Meixner so aus: Seit November 1998 wartet der Stadtrat darauf, dass die Verwaltung ihre Hausaufgaben macht. Damals war ihr aufgetragen worden, "im Laufe des nächsten Jahres" einen Finanzierungsvorschlag für ein Ganzjahresbad vorzulegen. Darauf warten die Stadträte noch heute. "Wir arbeiten dran, bringen Sie uns nicht in die Bredouille", meinte Stumpf.

Zum ersten Mal hat OB Stumpf daraufhin klar gemacht, dass er mit den Vorstellungen, die seinerzeit Kämmerer Gerhard Schneider in die Debatte geworfen hat, nicht in jedem Punkt einverstanden ist: "Die Auflösung des Zweckverbandes Schwimmhalle mit dem Landkreis ist nicht mein Vorschlag." Einem Partner, von dem man etwas wolle, so zu kommen, bringe nur "zusätzliche Belastung". Stumpf verteidigte sich erneut dafür, dass er gemeinsam mit den Fraktionschefs mit möglichen privaten Erlebnisbad-Planern gesprochen hat. Es sei schließlich seine Aufgabe, dem Stadtrat beschlussfähige Vorlagen mit konkreten Vorschlägen vorzulegen.

SPD steht zu Käsröthe

Wie berichtet kann sich dieser private Projektplaner die Käsröthe nicht als Standort für ein Freizeitbad vorstellen. Reinhold Otzelberger (SPD) gab die Erklärung ab, dass für seine Fraktion die Käsröthe "nicht zur Disposition" steht. Stumpf entgegnete, "im engeren Kreis" sei dies sowieso "klar". Mit dem Bewerber, der sich für das Gelände südlich der Höchstädter Bahnlinie interessiert habe, werde "Ende Oktober" noch einmal gesprochen.

Auch ein privater Bauherr, meinte Stumpf, wäre eine Finanzierungsmöglichkeit, wie sie der Stadtrat gefordert habe.

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