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Presse Ganzjahresbad Forchheim


Quelle: Nordbayerische Nachrichten 05. Oktober 2000

Eine Bürgerinitiative will sich für die schrittweise Sanierung und Modernisierung des Freibades in der Käsröthe stark machen

"Der politische Wille zur Sanierung fehlt"

Konkrete Pläne liegen seit zwei Jahren vor - Stück Lebensqualität erhalten - Edelstahlwanne sofort einbauen - Ohne Schließung

FORCHHEIM - Beunruhigt durch immer häufigere Berichte über den renovierungsbedürftigen Zustand des städtischen Freibades in der Käsröthe hat sich eine Bürgerinitiative (BI) zur Rettung des Freibades gegründet. Die Mitglieder der Initiative befürchten, dass das Freibad von einem Tag auf den anderen geschlossen werden muss, wenn einer der vielen Schwachpunkte zu einem größeren Defekt führen sollte, wie es in einer Presseerklärung heißt.

Seit 1998 lägen konkrete Pläne zur Sanierung des Bades vor, das Risiko der Schließung werde immer größer und trotzdem geschehe nichts - deswegen will die BI nun mobil machen. "Wir wollen zeigen, wie vielen Bürgerinnen und Bürgern das Freibad ans Herz gewachsen ist und dass das Freibad ein Stück Lebensqualität in Forchheim bedeutet. Wir fordern, dass die Sanierung nicht weiter hinausgeschoben wird, sondern die Stadt sofort damit anfängt", fasst Birgit Gareis, Mitbegründerin der BI, die dringendsten Anliegen der Gruppe zusammen.

Die BI setze sich sowohl für die Sanierung als auch für die Aufwertung des Forchheimer Freibades unter städtischer Regie ein, so Gareis. Zu den Gründungsmitgliedern der BI gehören auch mehrere Jugendliche, die das Bad als kostengünstigen Treffpunkt nicht missen möchten.

Sofort sanieren

Zunächst will die Initiative die sofortige Sanierung des Schwimmerbeckens durch eine Edelstahlwanne erreichen, um der Gefahr zu begegnen, dass die poröse Beckenauskleidung eines Tages völlig undicht wird. Es sei bekannt, dass das Becken bereits heute ständig erhebliche Wassermengen verliere.

Außerdem fordern die Initiatoren den sofortigen Ersatz der völlig veralteten Technik, um Rohrbrüche zu vermeiden und - wie heuer geschehen - Defekte an der Chlorierungsanlage auszuschließen. Diese Maßnahmen seien als erste Stufe durchaus während der badefreien Zeit zu bewerkstelligen, wie das Beispiel Herzogenaurach zeige. Dort seien viel umfangreichere Renovierungsarbeiten ohne Sommerschließung des Bades durchgeführt worden. Die Umsetzung der vorliegenden Sanierungspläne für das Forchheimer Freibad würde aus Sicht der BI eine sofortige massive Einsparung bei den Wasser- und Energiekosten bewirken und sei auch aus diesem Grund unerlässlich.

Um die Attraktivität des Bades zu steigern und einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb zu erschwinglichen Preisen zu erreichen tritt die Freibad-BI "SOS" ("Save our Schwimmbad") für eine schrittweise Aufwertung des Geländes durch unterschiedliche Maßnahmen ein. Ziel sollte es nach Meinung der Initiative sein, auch bei kühler Witterung das Badegelände nutzen zu können.

Dafür existierten ebenfalls sehr konkrete Planungen eines Ingenieurbüros, die durch Ideen aus der Bürgerschaft ergänzt werden könnten. Alle Maßnahmen und damit auch die Finanzierung könnten stufenweise und mit dem Ziel des mittelfristigen Ausbaus zum Ganzjahresbad erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung.

"Wir schlagen Wellen"

Einzig der politische Wille zur Sanierung und letztendlich zum Erhalt des Bades fehle, klagt die BI. Mit Slogans wie "SOS - Save our Schwimmbad" oder "Wir schlagen Wellen" und verschiedenen Aktionen solle klar gemacht werden, dass die Zeit der reinen Lippenbekenntnisse endgültig vorbei ist.

Alle, denen das Forchheimer Freibad in seinem natürlichen Charme und mit seinem attraktiven Baumbestand ans Herz gewachsen ist, und die es auch in den kommenden Jahren als Treffpunkt für Jung und Alt nutzen möchten, sind zur nächsten Versammlung der Bürgerinitiative am Mittwoch, 18. Oktober, um 19.30 Uhr im Schützenhaus eingeladen. Nähere Informationen bei Birgit Gareis (Telefon 67961) oder Sabine Dittrich (Telefon 3 16 91).

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