Freizeitbad monte mare Reichshof-Eckenhagen

Presse monte mare Reichshof-Eckenhagen


Kölnische Rundschau online 26.11.2009

Monte mare künftig als Gesundheitsbad

Von HEIKE HÜSCHEMENGER

REICHSHOF. Was kann sich die Gemeinde Reichshof noch leisten? In einer zweieinhalbstündigen Sitzung hinter verschlossenen Türen hat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag eine Diskussion begonnen, die eine Entscheidung über die Aufgabe von Gebäuden beinhalten könnte.

"Bis zum 31. März 2010 soll eine Entscheidung über die Zukunft der Hallenbäder in Eckenhagen (Monte mare) in Wildbergerhütte und in Hunsheim herbeigeführt werden", lautet die Maßgabe der Politik, die kurzfristig von der Monte mare-Geschäftsführung ein Konzept über Einsparungen erwartet, um im Januar die Diskussion fortzuführen.

Bürgermeister Rüdiger Gennies stellte auf Nachfrage fest, dass das Freizeitbad Anfang der 90er Jahre eine Erfolgsgeschichte war, jedoch durch die umliegende neue Konkurrenz Verluste machte, die die Gemeinde ab 2006 mitgetragen habe. "Dennoch hatten wir unterm Strich im Vergleich zu anderen Bädern einen günstigen Zuschussbedarf", gibt er dem Bad, das auch fürs Schulschwimmen genutzt wird, gute Noten. 2009 beträgt der Betriebskostenanteil 268 318 Euro. Hinzu kommen 100 000 Euro für Verlustabdeckung und Sanierung.

Nun wird nicht nur für Schulen, Sportstätten und Rathaus Sanierungsbedarf angemeldet, sondern auch fürs Bad - zum Beispiel beim Rutschenturm, wegen blinder Fenster und schlechter Dämmung. "Es geht darum, wie wir die Sanierung langfristig sicherstellen und finanzieren", sagt der Eckenhagener Geschäftsführer Kai Steuernagel, "und letztlich auch darum, wie wir uns im Wettbewerbsumfeld aufstellen."

Freizeit- und Spaßbäder sind nach seinen Worten bundesweit ein Auslaufmodell. Deshalb seien bei Monte mare in Rengsdorf diese Sparten auch geschlossen worden. Der Sauna- und Wellnessbereichboome hingegen - in Eckenhagen mit 60 000 Gästen pro Jahr. Deshalb werde nun überlegt, die Erholungsfunktion zu stärken, was auch wegen der demographischen Entwicklung eine kluge Vorgehensweise sei. Sprungturm und Außenbecken könnten überflüssig werden. Natürlich bleibe die schwimmsportliche Nutzung bestehen. Steuernagel kündigte ein neues Konzept mit dem Ziel der Standortsicherung an. Für das Sanierungspaket der kommunalen Gebäude soll eine Prioritätenliste aufgestellt werden.


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