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Nach Spaßbad-Pleite: Streit um Millionen hat begonnen

Neubrandenburg (EB/A. Loew). Nach dem Aus für das geplante Spaß- und Erlebnisbad in der Viertorestadt streiten nun offenbar Stadtwerke und der gescheiterte Investor Ulrich Warias um 6,3 Millionen Mark. Diese Summe bewilligte die Stadtwerke-Tochter energycon dem Düsseldorfer vor Monaten auf Stadtvertreter-Beschluss als Kredit. Einem Radiobericht zufolge, weigert sich Warias nun, das Geld zurückzuzahlen.

Oberbürgermeister Gerd zu Jeddeloh (parteilos) wollte das gestern gegenüber NZ nicht bestätigen. Dafür seien die Stadtwerke zuständig. Aber auch von dort gab es keine Auskunft. Geschäftsführer Jürgen Zenke sei im Urlaub und nur er habe vollen Einblick in die Vorgänge, hieß es.

Wie zu Jeddeloh hingegen bestätigte, hat Warias Schadensersatzforderungen von 6,8 Millionen Mark gegenüber der Stadt aufgemacht - wegen erfolgter Vorleistungen und Umsatzausfalls. Die Forderungen seien aber nicht mit nachprüfbaren Leistungen untersetzt. Deshalb stehe er dem Ganzen gelassen gegenüber, sagte der Verwaltungschef.

Förderung ade

Die Neubrandenburger CDU habe der hiesigen Staatsanwaltschaft derweil Informationsmaterial überreicht, das die Entwicklung des Themas Spaßbad seit 1994 dokumentiere, sagte Unions-Fraktionschef Michael Nötzel. "Möglicherweise hat sich der OB der Untreue schuldig gemacht, weil er uns immer wieder Informationen zum Investor vorenthalten hat. Hätte die Stadtvertretung von diesen Dingen gewusst, hätte sie das Projekt früher gestoppt", meinte Nötzel. Die Unterlagen könnten diese These untermauern, sagte er. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, das Material zu prüfen.Schlechte Kunde gab es unterdessen aus Schwerin für die Neubrandenburger. Das Land wolle keine Förderung mehr für Spaßbäder gewähren, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsressorts.

02.08.2000 © Nordkurier-Online 2000


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