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Therme auf zwei Ebenen am Hang

Ende der Woche sollen konkrete Pläne für Projekt "Fontanehof" vorgestellt werden

Von unserem Redaktionsmitglied Reinhard Wehden

Neubrandenburg . Der "Fontanehof" bleibt weiter für den Bau der Neubrandenburger Therme im Gespräch. Wie gestern bekannt wurde, wollen Bilfinger + Berger und die Münchener Relax-Gruppe schon am Freitag konkrete Pläne in der Viertorestadt präsentieren.

Auf einer Fläche von etwa 26 000 Quadratmetern gleich hinterm Augustabad könnte das Erholungs- und Sportobjekt in einem Investitionsumfang von 40 Millionen Mark entstehen. Dort, wo derzeit noch alte Panzerhallen das Gelände zwischen Waldhang und See in Beschlag nehmen, sollen - so geht aus ersten Projektunterlagen hervor - ein Schwimmbecken, Sauna, Café und 13 kleine Ferienhäuschen entstehen. Alfred Dohndorf, Neubrandenburger Projektleiter von Bilfinger + Berger, hatte an anderer Stelle gegenüber NZ schon von einen "touristischen Leuchtturm" in Verbindung mit dem Augustabad gesprochen. Wie nun zu erfahren war, wird auch daran gedacht, das einstige Kurhaus in die Pläne einzubeziehen. Und vom nahen Aussichtsturm Behmshöhe bekommt der Besucher den besten Blick auf den Tollensesee mit seinen bewaldeten Ufern. Möglicherweise hat gerade diese Kombination auch die Münchener überzeugt, die auf eine "naturstimmige" Umgebung für ihre Projekte setzen sollen.

Den Sport berücksichtigt

Aus Entwürfen geht hervor, dass die neuen Thermenpläne auch auf dem relativ kleinen Areal zwischen der Lindenstraße umgesetzt werden können. Die Architekten wollen auf zwei Ebenen und in den Hang hinein alles Notwendige unterbringen. So ist auch an Parkdecks für die Gäste der Therme wie für die des Augustabads gedacht. Auf diese Art könnte der behindernde Parkverkehr direkt an den Hecken von der Lindenstraße genommen werden. Für Busse stünde schon jetzt eine Wendeschleife an der Sackgasse zur Verfügung und zum Parken möglicherweise die breite Betonpiste, die nur noch wenig von Panzern zur Fahrt ins Testgelände hinein genutzt wird.

Die künftigen Thermeninvestoren setzen als Partner offensichtlich auch auf den Sport. Schließlich ist bekannt, dass das Schweriner Wirtschaftsministerium eigentlich keine Spaßbäder fördern will, aber den Mangel an Sportbecken und Möglichkeiten für den Schwimmunterricht anerkennt (Nordkurier berichtete). So war gestern auch zu hören, das derzeit auf 25 Meter Länge konzipierte Schwimmbecken lasse sich auch auf 50 Meter an gleicher Stelle erweitern. Heiner Jank, der Leiter des Neubrandenburger Olympiastützpunkts, hört solche Ideen mit Wohlgefallen. 50 Prozent aller deutschen Olympiateilnehmer im Triathlon kämen aus Neubrandenburg. "Wir haben die Aussicht auf einen Bundesstützpunkt Triathlon, der als Flächenstützpunkt Neubrandenburg/Rostock im Gespräch ist. Da wäre uns ein Sportschwimmbecken, erst einmal egal ob 25 oder 50 Meter, mehr als willkommen", sagte er gestern gegenüber unserer Zeitung. In der jetzigen Schwimmhalle sei es lange zu eng und bei Schließzeiten beispielsweise in den Sommerferien fehle es an Trainingsmöglichkeiten.

Stadtwerke als Partner

Die Neubrandenburger Stadtwerke gehen davon aus, dass sie in ein Thermenprojekt auf dem "Fontanehof" eingebunden werden. Allerdings sieht auch Geschäftsführer Jürgen Zenke die Notwendigkeit, jetzt schnell zu handeln und noch vor der Sommerpause den Förderantrag einzureichen. Dazu brauche der Investor das Bekenntnis der Stadt.

06.06.2000 © Nordkurier-Online 2000


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