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Toskana-Kulisse als Vorbild

Investor Ulrich Warias stellt Modell des Spaßbades vor - Baubeginn im Mai geplant

Von unserem Redaktionsmitglied Reinhard Wehden

Neubrandenburg . Im "Hafenbecken" vor der Kulisse einer alten italienischen Stadt der Toskana sollen die Neubrandenburger, Besucher aus der Umgebung und Touristen ab dem dritten Quartal 2001 planschen können. Das machte Thermen-Investor Ulrich Warias gestern bei der Präsentation des Modells vom künftigen Viertorestädter Spaßbad deutlich.

Für die zahlreichen Stadtvertreter und Oberbürgermeister Gerd zu Jeddeloh (parteilos) war vor allem wichtig, dass es nun endlich losgehen soll. Statt der Pläne hätte der OB sogar lieber schon den ersten Spatenstich für die Vier-Tore-Therme mit ihren 49 festen Arbeitsplätzen gesehen. Der erfolgt nach Aussagen des Düsseldorfer Bauherren im Mai. Er hat die feste Schweriner Förderzusage - 18 Millionen Mark für 2000 und fünf Millionen für 2001 - will aber im März letzte Gewissheit für die Zustimmung zum konkreten Projekt einholen, um die Aufträge ausschreiben zu können. Dass von denen auch heimische Baufirmen profitieren werden, ist sich Manfred Haakert von der Projektleitung sicher.

Mit dem Bauen müsse jetzt auch losgelegt werden, damit die teils weltweit neuen Ideen nicht etwa noch ein Konkurrent aufgreife, sagte Heinz Rico Scherrieb, Geschäftsführer der ideengebenden Innsbrucker "Themata", selbstbewusst. So werden über der Stadtlandschaft mit Hafenbecken - die Fassadengestaltung soll wahrscheinlich den Babelsberger Filmstudios übertragen werden - künstlich morgens mehrmals Sonnenaufgänge zu erleben sein, am Tag Wolken über blauen Himmel huschen, nachmittags Gewitter grollen und Regenschauer auf die Badenden prasseln und abends südliche Sternenhimmel prangen.

Rutschen über Wasserfall

Nicht alles an der Hafenstadt ist "potemkinsches Dorf" - Restaurant, Umkleideräume u. ä. verbergen sich auch hinter der Filmfassade. Aus dem 25-Meter-Becken kann man durch einen Torbogen auch hinaus ins Freie schwimmen. Oder man gelangt von der relativ ruhigen Piazza in den Rutschen-Bereich, wo Kinder und Jugendliche jubeln und lärmen werden, wie es sich Scherrieb vorstellt. Hier soll die Sarturnia nachempfunden werden - ein flacher Felsenhang in Italien, über den ein warmer Wasserfall rauscht. 24 verschiedene Rutschmöglichkeiten über ein Gefälle von acht Prozent in einer 60 Meter langen Halle - "so etwas gibt es weltweit noch nicht". Der ruhige Saunabereich wird Eturiens Dampfbädern nachempfunden.

Unter "Toskana Therme", kann das Traumwelt-Projekt allerdings nur als Arbeitstitel laufen, der Name wurde nämlich schon im Thüringischen verwendet.

18.02.2000 © Nordkurier-Online 2000


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