Aqua Planet Wellness Paradise im Stadtringtreff Neubrandenburg

Presse "Aqua Planet Wellness Paradise" im Stadtringtreff Neubrandenburg


Nordkurier 10.08.2000

"Saunaland" als Paradies-Ersatz

Neuer Betreiber der Stadtringtreff-Anlage hofft mit neuem Konzept auf mehr Akzeptanz

Von unserem Redaktionsmitglied Achim Biermann

Neubrandenburg. Mit einer Werbeoffensive will die "Saunaland im Stadtringtreff GmbH und Co KG" jetzt offenbar den Neustart des früheren Wellness-Paradieses vorbereiten und zugleich deutlich machen, dass sie "geschäftlich nichts mit den vorherigen Betreibern gemein" hat.

Das geht aus einer gestern verbreiteten Pressemitteilung hervor. Wie NZ berichtete, soll die Multi-Sauna im Stadtringtreff am 1. September als"Saunaland" mit einem modifizierten Konzept wieder eröffnet werden

Der vorherige Betreiber, die Aqua-Planet Wellness-Paradise GmbH Neubrandenburg, hatte zum 1. Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Dadurch verloren seinerzeit 20 Arbeitskräfte ihren Job. Aber auch etliche Neubrandenburger, die sich Dauerkarten gekauft hatten, fürchteten, statt sich beim versprochenen Saunaspaß zu entspannen, auf dem Trockenen zu bleiben.

Mit einem persönlichen Schreiben hatte Wellness damals eingeräumt, dass es "trotz großer Anstrengungen nicht gelungen ist, die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung" zu erreichen. Versprochen worden war aber zugleich, "dass die bei uns erworbenen Geldwertkarten ihre Gültigkeit behalten". Ein Versprechen, das der Unterzeichner des Schreibens Wolfgang Monecke jetzt halten will.

Er war als Betriebsleiter des Wellness-Paradises Angestellter bei Aqua Planet und will als Geschäftsführer von Saunaland deren Fehler vermeiden, denn aus seiner Sicht sei die Lage im Zentrum der Stadt bestens und die mit 5,4 Millionen Mark ausgestattete Anlage als solche sei top. "Zu hohe Personalkosten, zu hoch angesetzte Besucherzahlen." Das waren nach Einschätzung von Wolfgang Monecke die Gründe, warum das Paradise-Konzept nicht aufgegangen ist.

Der Antrag auf eine Eintragung der Saunaland in das Handelsregister bestätigte gestern nachmittag auf Nachfrage der NZ das Neubrandenburger Amtsgericht. Doch eine Eintragungsei noch nicht erfolgt, man erwarte dazu eine Stellungnahme der Industrie-und Handelskammer, hieß es.

Konkurs läuft

Monecke selbst stellt dar, dass er zwar der einzig "Überlebende" des finanziellen Desasters, aber für den "Missstand seines früheren Arbeitgebers nicht zur Verantwortung zu ziehen" sei. Dessen Konkursverfahren werde derzeit peu à peu abgearbeitet, teilte gestern der Konkursverwalter, eine Hamburger Kanzlei, mit.

Doch ob das den Unternehmen nützt, die noch Rechnungen offen haben?

Die hängen nämlich offenbar an der Essener Firma ad & m, die beim Investor als Auftragnehmer unter Vertrag war. Nach Moneckes Angaben sah der Leistungsumfang den vollständigen Ausbau und die betriebsfertige Einrichtung der Mietflächen vor. "Aufgrund dieses Vertrages sind von ad & m in eigenem Namen und auf eigene Rechnung diverse Firmen aus Neubrandenburg und der Region mit verschiedenen Gewerken beauftragt", so heißt es in der "Saunaland"-Pressemitteilung. Wie Monecke gestern NZ gegenüber weiter darlegte, habe der Investor, die Konzepta GmbH aus Berlin, nach einem neuen Management gesucht und sich spontan an ihn gewandt. Mit der teilweisen Einstellung des früheren Personal wolle man auch den alten Kunden die Wiedereingewöhnung erleichtern. Ein "vielseitiges Wochenprogramm" soll für Abwechslung und differenzierte Eintrittspreise sorgen: Familien-Tage, "Damenwahl", "Baby plus" oder der"Sternzeichentarif" mit freiem Eintritt in der letzten Monatswoche für alle mit "gültigem Sternzeichen".

10.08.2000© Nordkurier-Online 2000


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