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Presse Thermalbad Waikiki Neustadt-Glewe


Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern vom 02. März 1999

Gewerbeverein: Schwerin muß jetzt endlich Farbe bekennen!

Kritik: Bäderfrage schon viel zu lange offen / Investoren sind immer noch im Ungewissen

Neustadt-Glewe Noch immer hält das Schweriner Wirtschaftsministerium mit seiner Bäderentscheidung hinterm Berg, ist die Frage offen, ob das Thermalbad in Neustadt bzw. die dafür notwendigen Fördermittel kommen oder nicht. Nicht nur dem ortsansässigen Gewerbeverein dauert es inzwischen schon viel zu lange.

Dennoch übte er sich bislang in Geduld. Hieß es doch "nach der Wahl kann man noch nicht gleich so drängeln" - wenn auch meist aus Schweriner Kreisen. Christian Rosenkranz, Vereinsvorsitzender: "Doch wir denken, wir haben jetzt lange genug gewartet." Der Verein macht Druck.

Sechs Mitglieder des Vorstandes waren letztes Wochenende nach Zeulenroda gefahren. Hier steht bereits ein WAIKIKI der AQUA PLANET, jenes Investors, der ein ähnlich angelegtes Tropen-Thermalbad auch in Neustadt bauen und betreiben will. "Uns ging es darum, dem Investor zu zeigen, daß es den Neustädtern nach wie vor völlig ernst ist mit dem Thermalbad, daß das Projekt nicht nur eine fixe Idee von Technokraten ist, sondern auch die Bevölkerung und die Gewerbetreibenden dahinterstehen", so Rosenkranz. Es sei quasi eine Demonstration des festen Willens gewesen, den man lieber nicht nötig hätte. "Doch nicht nur die Mitglieder des Vereins, auch der Investor hat mittlerweile den Eindruck gewonnen, daß sich das Wirtschaftsministerium mit seiner Entscheidung unheimlich viel Zeit, die Investoren im Ungewissen läßt. ,Noch nie hätte eines des Planet Projekte in einer so langwierigen Verfahrensschleife gesteckt wie das Neustädter', kritisierte am Wochenende auch Volker Tauchert, bei der Aqua Planet Chef des Management-Bereiches."

Nach Meinung des Vereins und auch des Managers habe die Stadt alles in ihrer Macht stehende getan. Auch Landrat und Kreistag hätten sich für den Standort eingesetzt "Eindeutig für Neustadt-Glewe votierte auch der Regionale Planungsverband", so der Vereinsvorsitzende, dem wohl bekannt ist, daß das nicht einmal die halbe Miete ist: "Das einzige, was zählt, ist die Entscheidung des Schweriner Wirtschaftsministeriums, von der hängen die Fördermittel ab."

Wie Rosenkranz erklärte, mache dem Verein aber nicht nur das Ausbleiben der Entscheidung aus Zeitgründen Sorgen. "Befürchtungen haben wir auch wegen der vermeindlichen Konkurrenz zwischen Neustadt-Glewe und Schwerin, die zwar weder wir noch die AQUA PLANET wohl aber das Wirtschaftsministerium sieht." Die Gesundheitsschiene des Neustädters Bades in spe tue der sportlichen in der Landeshaupt ebenso wenig weh wie umgekehrt. "Bliebe es bei diesen Planungen, haben beide Bäder eine gänzlich unterschiedliche Klientel, wären also durchaus nebeneinander denkbar." Bedenken hätte AQUA PLANET nur, wenn ein gleichgelagertes Bad im Einzugsbereich gebaut würde.

Der Gewerbeverein will Druck machen, den Aufstand proben will er jedoch nicht - noch nicht. "Dennoch", so Rosenkranz, "am 11. März, so unsere jetzigen Informationen, trifft Bürgermeister Uwe Menz zu erneuten Gesprächen mit zuständigen Abteilungsleiter des Wirtschaftminsteriums zusammen." Vor dem Hintergrund, daß die Zeit für die Bäder-Entscheidung längst schon reif ist, hoffen die wartenden Neustädter darauf, daß Schwerin endlich Farbe bekennt. Simone Herbst

© Schweriner Volkszeitung online, 1998


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