PPP: Pleiten, Pech und Pannen - Spaßbad Pößneck

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Thüringische Landeszeitung 03.07.2002

Kein Spaßbad in Pößneck

Schleiz/Pößneck. (dpa/tlz) Die Stadt Pößneck hat eine Klage gegen die Kommunalaufsicht wegen ihres geplanten Sport- und Freizeitbades verloren. Das Verwaltungsgericht Gera habe den Versuch des Pößnecker Bürgermeisters zurückgewiesen, die Kommunalaufsicht des Saale-Orla- Kreises zu einer Genehmigung des Bades zu zwingen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes in Schleiz.

Das Landratsamt habe Zweifel, ob das Spaßbad wirtschaftlich betrieben werden kann. In der Region gibt es schon Spaßbäder in Zeulenroda, Rudolstadt und Jena. In der Begründung des Richterspruchs heißt es, die vorgelegten Gutachten enthielten keine ausreichenden Angaben zur Höhe eines Zuschusses. Die Stadt Pößneck habe dem Gericht zudem keine glaubhaften Angaben zu ihrer Leistungsfähigkeit gemacht. Sie könne nicht belegen, dass die Mietkosten für das Bad sicher und dauerhaft refinanziert werden können. Es gebe keine belastbaren Unterlagen zur Untervermietung an eine Betreibergesellschaft.

Das seit Jahren geplante "Kombibad Griebse" soll an Stelle der beiden sanierungsbedürftigen Bäder entstehen. Die Kosten für den Neubau betragen zwölf Millionen Euro. Die Frist für eine europaweite Ausschreibung des Bauvorhabens endete am 30. Juni. Sie sei aber bis Ende Juli verlängert worden, sagte der Sprecher. Davon hängt der Anspruch auf einen Bundeszuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro ab. Bereits 1999 bewilligte das Thüringer Sozialministerium für das Projekt Fördermittel in Höhe von umgerechnet drei Millionen Euro.