Heinz Steinhart: Kristall Radon-Sole-Therme Fichtelberg

Kristall Radon-Sole-Therme Fichtelberg


Quelle: Oberpfalz Netz 21.10.2012

Schatten fällt auf Bäderkönig

Magazin "Stern" veröffentlicht Artikel über Heinz Steinhart - Berichte des "Neuen Tags" für die Recherche

Buhrufe, lautes Gelächter und Pfiffe ernteten die Gegner von Heinz Steinhart beim letzten Bürgerstammtisch der CSU. Einen großen Auftritt verzeichnete Deutschlands Bäderkönig am 3. Oktober in der Turnhalle. Er verstand es einmal mehr, die Menschen für seine Ideen zu gewinnen, dafür zu begeistern, dass er das alleinige Rezept für den Wiederaufbau der abgebrannten Kristall Radon-Sole-Therme habe.

Ein nüchternes Bild vom Bäderkönig zeichnete das Magazin "Stern" in seiner jüngsten Ausgabe. Für die Recherchen wurden die Berichte des "Neuen Tags" laufend angefordert. Drei Seiten widmete der "Stern" dem Geschäftsgebaren unter der Überschrift "Die Masche des Bäderkönigs". Im Mittelpunkt steht der Brand der Fichtelberger Therme.

Verzicht auf Millionen

Kein gutes Licht fällt dabei auf Heinz Steinhart. In Fichtelberg sei das gleiche Strickmuster wie in anderen Bädern zu erkennen. Kommunen verzichteten auf Millionen um Steinhart loszuwerden. Dazu ist zu lesen: "Auffällig: Wirft eine Therme Gewinn ab, kauft er sie günstig auf, wie in Ludwigsfelde bei Berlin. Rentiert sie sich nicht, zahlt er schon mal keine Pacht mehr". Seit 2008 wartet Fichtelberg auf die Rückzahlung der letzten Darlehensrate, auf Wasser- und Kanalgebühren, auf Personalkostenersatz in Höhe von über einer Million Euro.

Bei Klagen werde mit einer Flut von Widerklagen und Schadenersatzansprüchen eine Kommune faktisch zum Vergleichsabschluss gezwungen, so der Bayreuther Rechtsanwalt Helmut Schmitz im "Stern", der für Fichtelberg vor Gericht gegen Steinhart streitet.

Die erste Verhandlung über die ausstehenden Zahlungen vor dem Landgericht Bayreuth ging zugunsten der Gemeinde Fichtelberg aus. Über die gegen das Urteil eingelegte Berufung mit einer weiteren Widerklage findet am 7. November die mündliche Verhandlung beim Oberlandesgericht in Bamberg statt. Dieses Verfahren will Bürgermeister José-Ricardo Castro-Riemenschneider abwarten, bevor er sich konkret zu dem "Stern"-Bericht äußert. Eines zumindest liege noch im Verantwortungsbereich von Heinz Steinhart, so das Gemeindeoberhaupt, er müsse die Brandruine noch winterfest machen.

Der "Stern" kratzt mit einem Blick in die Vergangenheit von Heinz Steinhart stark an dessen Image. Ins Rampenlicht rückt seine in Konkurs gegangene Privatbank. Der "Spiegel" nahm dies in der Ausgabe 3/1990 zum Anlass, tief in das damalige Geschäftsgebaren von Heinz Steinhart zu blicken. (...)

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Schatten fällt auf Bäderkönig


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Märkische Allgemeine 07.11.2012

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DER SPIEGEL 3/1990

Heinz Steinhart: Schläfrig zugesehen

Mit bemerkenswerter Gelassenheit sah die staatliche Bankenaufsicht zu, wie ein Bankier Millionenbeträge beiseite brachte. Im Pforzheimer Gefängnis war der Untersuchungshäftling Heinz Steinhart, 46, geschäftig wie eh und je. Ungehindert pflegte der Ex-Bankier, wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr eingesperrt, seine Kontakte nach draußen.